Dienstag, 15. Mai 2012

Michael Peinkofer - Das Buch von Ascalon


Michael Peinkofer, ansonsten eher in Fantasy-Welten unterwegs, legt mit "Das Buch von Ascalon" einen beeindruckenden historischen Roman vor. 

Der Kreuzzug ins Heilige Land beginnt. Köln im Jahre 1096. Unzählige Kreuzfahrer durchqueren die Stadt und immer wieder wird die jüdische Bevölkerung angegriffen. Als die Angriffe Überhand nehmen, wird der Kaufmann Isaac beauftragt, den wervollsten Besitz der jüdischen Gemeinde ins Gelobte Land zu bringen: Das Buch von Ascalon. Mit seiner Tochter Chaya macht er sich auf die gefährliche Reise. Zufällig begegenen Sie dem jungen Dieb Conn, der zwangsweise auf den Kreuzzug mit muss. Doch Conn gerät in eine Verschwörung, die auf den englischen Throninhaber abzielt.

Wirklich gut. Kannte ich Michael Peinkofer bisher nur aus der Fantasy, so kann er auch hiermit völlig überzeugen. Eine Geschichte die durchaus glaubwürdig, nicht zu actionbelastet aber trotzdem nicht langweilig oder gar langatmig wird. Auch die durchaus kritische Haltung gegenüber den einzelnen Religionen gefällt mir.  Schön auch, der gute Mann kommt aus Kempten. Da könnte man sich ja fast mal über den Weg laufen. Ein Vergleich mit Bernard Cornwell liegt mir auf der Zunge, doch so ganz vergleichen kann man die beiden Autoren trotzdem nicht. Wer aber auf historische Schlachten-Epen steht, der sollte hier zugreifen.

9/10

Bastei Lübbe; 2011; 19,99 €

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