Donnerstag, 17. März 2011
Änderungen
Auch neu: Ihr könnt mich von jetzt an auch via Email unter Kontakt belästigen (lmgf@gmx.net).
Zudem gibts jetzt auch den Menüpunkt "Links", unter welchem ich die Verlags-und Bandhomepages verlinke, die ich bespreche. Auch lesenswerte Blogs sind dort zu finden.
Mittwoch, 16. März 2011
Dan Brown – Das verlorene Symbol

Passend zur morgigen Neuerscheinung des Taschenbuchs gibt’s heute die Besprechung.
Der dritte Teil, nach Illuminati und Sakrileg, für Robert Langdon, der mittlerweile nicht nur aus den Büchern bekannt sein sollte.
Diesmal verschlägt es den Harvard-Professor in die Hauptstadt der Vereinigten Staaten. Er wird von einem Mann angefordert, eine waghalsige Jagd bei der Entschlüsselung und Deutung mysteriöser Symbole anzutreten. 12 Stunden bleiben Robert Langdon Zeit, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.
Ein Buch, dass leider nicht mehr an die Erfolge, Verkaufserfolge außen vor, und Spannung von Illuminati oder Sakrileg anschließen kann. Klar, Dan Brown versteht sein Handwerk, aber irgendwie bleibt der Gesamteindruck bei „Das verlorene Symbol“ auch nur befriedigend. Auch die letzten 100 Seiten waren nach Auflösung des Falls nur noch Dahingeplänkel.
5/10
Bastei Lübbe; 9,99 €
Dienstag, 15. März 2011
Kressman Taylor – Adressat unbekannt

Max Eisenstein, Jude, Kunsthändler und Betreiber einer Galerie in San Francisco steht mit seinem ehemaligen, mittlerweile wieder nach Deutschland zurück gekehrten, Geschäftspartner Martin Schulse in einem fiktiven Briefkontakt, der die zerstörerischen Gedanken des Nationalsozialismus erzählerisch darstellt.
Es stimmt sehr traurig diesen Zerfall einer Freundschaft so direkt mitzuverfolgen, wie unter politischen Einflüssen die eigenen moralischen Grundsätze völlig in Vergessenheit geraten. Man kann durchaus nachvollziehen wie es den Deutschen während dieser Zeit ergangen sein muss, berauscht vom leichten Zugang zu Macht, Anerkennung und ihren Möglichkeiten. Beeinflussbar, in einer schwierigen Zeit der Ungewissheit und politischen Unruhe.
Das Buch beginnt mit einem Vorwort von Elke Heidenreich, dass besser ein Nachwort geworden wäre. Leider schränkt es die eigene Interpretation der Briefe schon sehr stark ein, was den Spaß am Lesen und Nachdenken leicht verdirbt. Deshalb erst mit dem Briefwechsel anfangen, sich selbst Gedanken machen und danach das Vorwort als tiefergehende Interpretationshilfe lesen.
Eine kurze aber auf jeden Fall empfehlenswerte Lektüre!
8/10
Rowohlt; 5,95 €
Montag, 14. März 2011
Jack Ketchum - Beutezeit

Erstes Buch des Horror-Autors, der nach Erscheinung dieses Titels mit den Worten äußerst gewalttätig und pornografisch gebrandmarkt wurde.
Absolut fesselndes und spannend geschriebenes Werk. Oben genannte eingrenzende Begriffe entsprechen auf jeden Fall der Wahrheit.
Drei junge Paar machen Urlaub in der Nähe von Maine an der amerikanischen Ostküste. Als plötzlich eine Gruppe verwahrloster, unbekannter Menschen auf sie Jagd macht, fängt die ungeschönte und verstörende Brutalität an.
Auf jeden Fall dürfte ich heute Nacht von Albträumen geplagt aufwachen und mich die nächste Zeit nicht allein in abgelegene Gebiete, besonders bei Nacht, wagen können. Es lässt einen Zweifel an der Menschlichkeit aufkommen und macht vor allem eins: Angst! Sprichwörtliche Horror-Literatur!
7/10
Heyne Hardcore; 8,95 €
Freitag, 11. März 2011
António Lobo Antunes - Mein Name ist Legion

Klappentext gelesen, klingt super. Vorher schon gewusst, der Titel ist für den Leipziger Buchpreis nominiert, müsste also auch gut sein.
Entweder begreife ich den tieferen Sinn hinter diesem Buch nicht, oder der Autor ist wirklich der verwirrte, alte Mann für den ich ihn halte.
Das erste Buch seit langem, das ich nicht zu Ende lesen wollte/konnte. Bis Seite 115 quälte ich mich durch seine wirren Gedankengänge. Sehr nervtötend, fast alle erwähnten Zahlen werden beispielsweise im Schema „2 (zwei)“ aufgeführt. Zum jetzigen Zeitpunkt unverständlich, wie dieses Buch für den Leipziger Buchpreis nominiert werden konnte, einzig die Herausforderung das wirre Gestammel des Autors zu übersetzen scheint preisverdächtig. Ein roter Faden fehlt völlig, dauernd schweift António Lobo Antunes vom Thema ab, verfängt sich in Wiederholungen oder driftet in völlig andere Bereiche. Von mir gibt’s bis Seite 115 nur wohlwollende
2/10
Luchterhand; 24,99 €
Mittwoch, 9. März 2011
Deliver

Mal wieder ein Beitrag über Musik, damit der Blog auch seinen Namen behalten darf. Wie der geneigte Leser feststellen durfte, ist das Thema Musik bisher nicht ganz so präsent.
Hier und jetzt möchte ich euch eine neue Band aus Stuttgart vorstellen, DELIVER.
Gerade beim Verfassen dieses Eintrags läuft die neue und erste EP der Jungs zum zweiten Mal durch. Gefällt mir sehr gut! Aus Stuttgart kommt in letzter Zeit sowieso viel gutes! Empowerment, Pessimistic Lines und jetzt Deliver.
Es erwartet den Hörer ein gute Mischung aus Punk/Hardcore/Metal. Da ich eh nichts von Schubladendenkerei halte muss bei der Beschreibung bleiben. Um es ein bisschen einzugrenzen, Teile der Band waren früher bei Crisis Never Ends, Comecloser, Semana Santa usw. unterwegs...
Macht euch am Besten selbst einen Überblick, Musik umsonst downzuloaden unter:
http://www.deliverofficial.de
http://www.facebook.com/pages/Deliver/204538629562258?ref=ts
Freu mich auf jeden Fall auf die erste Show in erreichbarer Umgebung.
Dienstag, 8. März 2011
Morgan Howell – Königin der Orks

Montag, 7. März 2011
Ahmed Rashid - Taliban

Ein sehr guter Einstieg für Menschen, die bisher noch nichts über die Taliban, Afghanistan oder den islamischen Terrorismus gelesen haben. Für alle mit mehr Hintergrundwissen: Es wird sehr viel über die Anfänge der Taliban und die heutige Machtstellung erzählt, meist schon durch andere Literatur mehr als bekannt.
Ein Pluspunkt für dieses Buch ist, der einfach gehaltene Schreibstil, beinahe romanhaft geschrieben, erleichtert dies ungewöhnlich den Lesefluss und liefert dabei gut recherchiertes Wissen.
Die 2010 aktualisierte Ausgabe enthält nun ein Kapitel über den 11. September und den Einfluss Afghanistans sowie dessen Zukunftsaussichten.
Die etwas niedrigere Punktebewertung ist damit zu begründen, dass mir vieles bereits aus anderen Werken bekannt ist/war.
5/10
Beck; 14,95 €
Donnerstag, 3. März 2011
Karsten Kruschel – VILM: Der Regenplanet

Ausgezeichnet dem Deutschen Science Fiction Preis 2010, lässt das Buch natürlich einiges erwarten.
Die VILM VAN DER OOSTERBRIJK, ein Raumschiff, welches eine ganze Kolonie an Siedlern auf einen neuen Planeten bringen will, stürzt ab. Sie landen auf einem unbekannten Planeten, ohne Funkkontakt zur Außenwelt und trotz der schon katastrophalen Zustände des Schiffs regnet es die ganze Zeit ohne Unterbrechung.
Der Überlebenskampf, die „Neubesiedelung“ zwischen Schrott und Pflanzen, das Unbekannte und natürlich die Lebensumstände machen dieses Buch zu einem sehr schön geschriebenen, spannenden ersten Teil der SF-Reihe im VILM-Universum.
7/10
Dienstag, 1. März 2011
Charlie Huston - Bis zum letzten Tropfen

Vierter und vorerst letzter Teil bis September, in welchem endlich der letzte Band der wahnsinnig guten Reihe um Joe Pitt auf Deutsch erscheinen und dieses Abenteuer damit beendet wird.
Nachdem Joe Pitt in die Bronx flüchten musste, erwartet ihn nach einjährigem Aufenthalt die Rückkehr nach Manhattan. Er soll als Informant zwischen den verfeindeten Vampirclans vermitteln. Natürlich spielt auch die Sehnsucht nach Evie eine große Rolle für seine Rückkehr. Als er herausfinden soll, wie die Koalition ihr Blut gewinnt, stößt er auf ein schreckliches Geheimnis.
Ich will einfach nicht mehr bis September warten. Mit die beste Buch-/Autorenentdeckung dieses Jahr!
8/10